Systematische Grammatik

Der Inhalt der Systematischen Grammatik erschließt sich im Wesentlichen unter syntaktischem und semantischem Aspekt. Grammatische Strukturen werden darüber hinaus unter kommunikativ-funktionalen Gesichtspunkten betrachtet.

Aus syntaktischer Sicht

  • zeigen sich Ausdruckseinheiten aller Komplexitätsstufen - Wörter, Phrasen, einfache und komplexe Sätze -, deren formale Beziehungen zueinander und die formalen Funktionen, die sie bei der Bildung korrekter Redeeinheiten erfüllen können.

Aus semantischer Sicht

  • werden die syntaktischen Verhältnisse im Deutschen nicht als autonome Strukturen gesehen, sondern als Basis für die Interpretation der Bedeutungsverhältnisse in Diskurs- und Texteinheiten aller Komplexitätsstufen. Hierbei werden unterschieden:
    • Syntagmatische Beziehungen: Ausdruckseinheiten, die aufeinander folgen und Bausteine zu größeren Einheiten bilden, können in einem syntagmatischen Verhältnis zueinander stehen.
    • Paradigmatische Beziehungen: Ausdruckseinheiten, die im gleichen Satzkontext auftreten, bilden oft alternativ zueinander eine und dieselbe funktionale Satzkomponente und stehen im Verhältnis eines "Paradigmas" zueinander.

Aus kommunikativ-funktionaler Sicht

  • wird betrachtet, mit welchen sprachlichen Mitteln man Aufgaben bewältigt, die sich unter verschiedensten Rahmenbedingungen im Zug kommunikativen Handelns ergeben. Dabei wird unterschieden zwischen Mitteln, mit denen die Natur sprachlicher Handlungen klarzustellen ist, und Mitteln, mit denen spezifischere Funktionen wie etwa die Einordnung in Gesprächszusammenhänge oder eine Einstufung mit Blick auf - eigene oder fremde - Erwartungen vorzunehmen sind.