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Verbmodus

Thematisch verwandte Bezeichnungen:

  • Modus

Der Verbmodus ist, wie das Tempus, das Genus verbi, der Numerus und die Person, ein Gesichtspunkt, unter dem Flexionsformen von Verben variieren können. Im Verbund bestimmen diese Gesichtspunkte die jeweilige Gestalt finiter Verbformen. Drei Verbmodi sind zu unterscheiden:

  1. Imperativ:
    Mach endlich voran!
    Haltet euch an Tatsachen!
  2. Indikativ:
    Die Sache geht in Ordnung.
    Ihr habt die Prüfung alle bestanden.
    Die Autoren trafen sich während der Buchmesse.
  3. Konjunktiv:
    Möge Gott deiner Seele gnädig sein!
    Er glaubte, er habe es nicht nötig, sich mit diesen Leuten abzugeben
    Wenn zu diesem Tausender noch ein weiterer käme, könnte man über die Sache ernsthaft reden.

Der Verbmodus trägt bei zur Differenzierung der Verwendungsmöglichkeiten im Übrigen - weitgehend - gleichlautender Sätze. Wie sich die Wahl eines bestimmten Verbmodus dabei auswirkt, wird deutlich, wenn man Sätze vergleicht, deren Bedeutungen sich aufgrund verschiedener Verbmodi unterscheiden:

Imperativ: Komm, wenn du noch etwas von dem Kuchen abbekommen willst!
Indikativ: Du kommst, wenn du noch etwas von dem Kuchen abbekommen willst.
Konjunktiv: Du käm(e)st, wenn du noch etwas von dem Kuchen abbekommen wolltest.

Mit dem ersten Satz kann man eine Aufforderung an jemanden richten. Der zweite Satz nutzt weitgehend dasselbe Ausdrucksmaterial, doch wird man damit im Allgemeinen keine Aufforderung zum Ausdruck bringen, sondern eine Feststellung treffen. Der dritte Satz wiederum kann genutzt werden, um eine Mutmaßung vorzubringen.

Weiterführender Text:

Verbmodus

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 18.02.2010 12:49.