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Satzmodus

Thematisch verwandte Bezeichnungen:

  • Modus kommunikativer Minimaleinheiten

In der Kategorie des Satzmodus werden bestimmte formale Eigenschaften von Sätzen auf deren sprechhandlungsspezifisches Potential bezogen. Sprechhandlungen können Sätzen - allgemeiner: kommunikativen Minimaleinheiten) nicht unmittelbar zugeordnet werden, denn was jemand tut, wenn er einen bestimmten Satz äußert, hängt nicht allein vom verwendeten Ausdruck ab, sondern ebenso von den Rahmenbedingungen seiner Verwendung (Art des Textes oder Gesprächs, Hintergründe, situationelle Gegebenheiten). Bestimmte komplexe formale Eigenschaften von Sätzen qualifizieren diese jedoch dazu, Sprechhandlungen nur jeweils bestimmten Typs mit ihnen zu vollziehen. Entsprechend ist der Satzmodus auf der Ebene von Sätzen als Sprachsystemeinheiten im Hinblick auf deren mögliche Verwendungen bestimmt.

Die einschlägigen formbezogenen Eigenschaften bilden einen Formtyp, die Funktionseigenschaften, die die Eignung zum Vollzug von Sprechhandlungen bestimmter Art spezifizieren, einen Funktionstyp. Der Satzmodus besteht aus einem Formtyp und einem Funktionstyp. Mit Sätzen eines bestimmten Formtyps können Sprecher in geeigneten Verwendungskontexten Sprechhandlungen des illokutiven Typs oder der illokutiven Typen vollziehen, die dem Funktionstyp des Satzes entsprechen.

Einzelne Satzmodi sind:

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 16.07.2010 10:25.