grammis 2.0

das grammatische informationssystem des instituts für deutsche sprache (ids)
Korpusgrammatik Grammatik in
Fragen und Antworten
Systematische
Grammatik
Grammatische
Fachbegriffe
Grammatisches
Wörterbuch
Grammatische
Bibliografie
[A]  [B]  [C]  [D]  [E]  [F]  [G]  [H]  [I]  [J]  [K]  [L]  [M]  [N]  [O]  [P]  [Q]  [R]  [S]  [T]  [U]  [V]  [W]  [X]  [Y]  [Z] 
 

[Impressum] [Datenschutzerklärung]

                                                                           
[Text im Vollbild]    [terminologische Relationen visualisieren]

Flexion

Thematisch verwandte Bezeichnungen:

  • Beugung

Flexion ist - neben der Wortbildung - ein Teilbereich der Morphologie. Wörter der flektierenden Wortarten Nomen, Adjektiv, Verb, Artikel und Pronomen werden als verschiedene Wortformen realisiert, die sich hinsichtlich ihrer Flexion unterscheiden und die zusammen das Paradigma eines Worts bilden. Z.B. bilden die Wortformen Hut, Hutes, Hute, Hüte, Hüten zusammen das Paradigma 'Hut'.

Als Flexionsmittel stehen im Deutschen Affixe (Hut-es, leb-test, ge-leb-t, grün-e, mein-em) und Veränderungen des Stamms wie Ablaut, Umlaut zur Verfügung (sah, schläf-st, Häus-er, hoh-e).

Bei der Flexion des Verbs (Konjugation) wird nach den Einheitenkategorien Numerus, Person, Tempus, Verbmodus und Genus verbi flektiert (konjugiert). Nomina flektieren nach Numerus und Kasus; Adjektive, Pronomina und Artikel nach Numerus, Genus und Kasus, teilweise auch nach Person. Die Flexion von Nomina, Adjektiven, Artikeln und Pronomina, die in Unterschied zu der des Verbs auch die Kategorie Kasus umgreift, bezeichnet man als Deklination.

Die einzelnen Flexionsmittel bringen dabei immer mehrere Kategorien gleichzeitig zum Ausdruck: mit dem Flexionsaffix -st wird die Verbform du lebst als 2. Person Singular Präsens Indikativ Aktiv gekennzeichnet.

Auch die Komparation beim Adjektiv kann man als Flexion bezeichnen.

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 14.04.2010 14:14.