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Paradigmenkategorie

Als Paradigmenkategorien bezeichnet man nach Eisenberg (1989: 36 ff.) grammatische Kennzeichnungen, die kennzeichnend für alle Formen eines Worts einer bestimmten Klasse (also für das gesamte Paradigma) sind. Paradigmenkategorien sind im Deutschen z. B. das Genus beim Nomen, dem immer eine Kategorie maskulin, feminin oder neutrum zuzuordnen ist. Zu den Paradigmenkategorien gehören auch wortartspezifische Subklassen wie z. B. Hilfsverb, Modalverb, Kopulaverb als Subklassen des Verbs oder definiter Artikel, Quantifikativ-Artikel etc. als Subklassen der Wortart Artikel.

Im Unterschied dazu sind Einheitenkategorien Kategorien der Flexion, mit denen ein Paradigma eines Worts intern ausdifferenziert wird, sodass sich eine spezifische Gliederung für alle seine Formen ergibt. Einheitenkategorisierungen sind im Deutschen:

  • Genus (feminin, maskulin, neutrum) bei Artikeln und anaphorischen Personalpronomina
  • Kasus (Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv) und Numerus (Singular, Plural) bei Artikeln, anaphorischen Personalpronomina und Nomina

Die Übereinstimmung zwischen verschiedenen Ausdrücken in einer Einheitenkategorie wird als Kongruenz bezeichnet, die Festlegung einer Einheitenkategorie durch eine Paradigmenkategorie eines anderen Ausdrucks nennen wir Rektion. Zusammenfassend werden beide syntagmatischen Relationen als Korrespondenz bezeichnet.

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 22.04.2010 13:37.