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Kongruenz

Kongruenz ist eine syntagmatische Relation, neben der Rektion eine der beiden Korrespondenzrelationen. Man versteht darunter die Übereinstimmung verschiedener Ausdrücke in einer Einheitenkategorie hinsichtlich der Kategorisierungen Kasus, Numerus, Person oder Genus. Kongruenz besteht im Deutschen zwischen folgenden Ausdrücken:

1. In der Nominalphrase besteht Kongruenz in Numerus und Kasus zwischen Nomen, Artikel und attributivem Adjektiv (das Genus von Artikel und Adjektiv wird vom Nomen regiert!): mit diesen rostigen Werkzeugen; ohne dieses rostige Werkzeug

2. Im Satz besteht zwischen einer Nominalphrase in Subjektsfunktion und dem finiten Verb Kongruenz im Numerus: Der Nagel ist zu kurz. Die Nägel sind zu kurz.

3. Kasuskongruenz besteht zwischen einem Prädikativkomplement und seinem Bezugsnomen: Ich bin ein gelehrter Mann. Man nennt mich einen gelehrten Mann.

4. Kasuskongruenz beseht zwischen Adjunktorphrase und Bezugsnomen: Ich als blutiger Laie verstehe nichts davon. Mir als blutigem Laien kannst du alles erzählen.

5. Kasuskongruenz besteht zwischen Apposition und Bezugsnomen: Zu Hanne, dieser Langweilerin, brauchst du mich nicht mehr mitzunehmen. Auf Hanne, diese Langweilerin, kann ich gern verzichten.

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 27.02.2006 14:19.