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Funktionsverbgefüge

Funktionsverbgefüge wird die Verbindung eines Funktionsverbs mit einem inhaltsstärkeren abstrakten, oft deverbalen Nomen genannt. Dieses wird in Form einer Präpositionalphrase oder akkusativischen Nominalphrase angeschlossen: in Kraft setzen, in Kraft treten, zur Diskussion stehen, Gehör finden.

Charakteristisch für Funktionsverbgefüge ist, dass in ihnen das Funktionsverb einen systematischen semantischen Eigenbeitrag leistet, der von der Bedeutung des Vollverbs, von dem er sich sprachgeschichtlich herleitet, entfernt ist.

Der Starter setzt den Motor in Gang.
Das Gesetz kommt zur Durchführung.
Ein guter Boxer bleibt ständig in Bewegung.
Das neue Verfahren findet Anwendung bei der Hohlraumversiegelung.

Ganz im Unterschied zu den Nominalisierungsverbgefügen können Funktionsverbgefüge nicht immer durch Vollverben paraphrasiert werden.

Weiterführender Text:

Nominalisierungsverb und Funktionsverb

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 01.09.2009 12:47.