grammis 2.0

das grammatische informationssystem des instituts für deutsche sprache (ids)
Korpusgrammatik Grammatik in
Fragen und Antworten
Systematische
Grammatik
Grammatische
Fachbegriffe
Grammatisches
Wörterbuch
Grammatische
Bibliografie
[A]  [B]  [C]  [D]  [E]  [F]  [G]  [H]  [I]  [J]  [K]  [L]  [M]  [N]  [O]  [P]  [Q]  [R]  [S]  [T]  [U]  [V]  [W]  [X]  [Y]  [Z] 
 

[Impressum] [Datenschutzerklärung]

                                                                           
[Text im Vollbild]    [terminologische Relationen visualisieren]

kausale Konnektoren

Kausale Konnektoren (zentral: weil, da, denn; darüber hinaus viele weitere) sind eine Teilklasse der konditional basierten Konnektoren.

Sie sind konditional basiert, nicht umgekehrt, wie in der Literatur auch oft vertreten wird (Konditionalität als mögliche Kausalität): Konditionalität ist das einfachere, grundlegendere Konzept der beiden. Kausalität – die Beziehung zwischen einem Grund bzw. (einer von mehreren Arten) einer Ursache und einer Folge oder Wirkung – leitet sich aus ihr wie folgt her:

Bei der Übermittlung einer kausalen Relation durch Formulierungen wie q, weil p werden folgende Regeln impliziert:

i. p’ → q’ (wobei p’ und q’ Generalisierungen über dem ANTEZEDENS p bzw. dem KONSEQUENS q sind), also: in der Regel, typischerweise, nach aller Erfahrung gilt, immer wenn ein Sachverhalt der Art p stattfindet, findet auch einer der Art q statt.

ii. non p → non q, also: immer wenn p nicht der Fall ist, pflegt auch q nicht der Fall zu sein.

Das ANTEZEDENS ist assertiert oder präsupponiert.

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 16.10.2015 12:49.