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Imperativ

Thematisch verwandte Bezeichnungen:

  • Aufforderungsform, Befehlsform

Der Imperativ ist einer von drei Modi, in denen ein Verb auftreten kann. Die weiteren sog. Verbmodi sind Indikativ und Konjunktiv (Konjunktiv Präsens [auch: Konjunktiv I], Konjunktiv Präteritum [auch: Konjunktiv II]).

Anders als die übrigen Modi kennt der Imperativ nur zwei Formen, die ausschließlich dazu verwendet werden können, an einen bzw. mehrere Gesprächspartner eine Aufforderung zu richten, die, so formuliert, nur dann als akzeptabel gilt, wenn die Partner zur gegenseitigen Anrede auch Du bzw. Ihr verwenden würden.

Einige Beispiele, in denen die Imperativform jeweils markiert ist:

Macht doch grad, was ihr wollt!
[Rhein-Zeitung, 21.02.2009]

"Summ doch auch mal mit, hab dich nicht so!"
[die tageszeitung, 27.01.2009]

Wenn im Kapitalismus jemand freundlich zu dir ist, pass auf deine Brieftasche auf.
[die tageszeitung, 19.02.2009]

"Geh doch arbeiten!", bekommt sie zu hören.
[dpa, 20.01.2009]

Aufgrund der starken Beschränkungen im Gebrauch ist es durchaus irreführend, wenn man, um bildungssprachliche Terminologie zu vermeiden, den Imperativ deutsch als Aufforderungsform oder Befehlsform bezeichnet.

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 09.11.2009 16:03.