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das grammatische informationssystem des instituts für deutsche sprache (ids)
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markiert

Als markiert wird eine sprachliche Ausdrucksformen bezeichnet, wenn sie, wiewohl grammatisch durchaus korrekt, im Rahmen alltäglicher Kommunikation weniger erwartet wird als eine alternative Ausdrucksform, die sich hinsichtlich der damit verbundenen Geltungsansprüche ebenso auswirken würde.

Als markiert können etwa Passivformen gegenüber Aktivformen gelten (Beispiel 1 vs. Beispiel 2) oder bestimmte Konjunktivformen gegenüber Periphrasen mit würde (Beispiel 3 vs. Beispiel 4):

  1. markiert:
    Die ihm insoweit zufließenden Zahlungen wurden vom Finanzamt als "Einkünfte aus selbständiger Arbeit" veranlagt.
    [BSG, Az: B 4 RA 17/98 R]
  2. unmarkiert:
    Das Finanzamt veranlagte die ihm insoweit zufließenden Zahlungen als "Einkünfte aus selbständiger Arbeit".
  3. markiert:
    Er behauptete, er bekäme immer einen Brechreiz, wenn er Sauerkraut röche.
  4. unmarkiert:
    Er behauptete, er würde immer einen Brechreiz bekommen, wenn er Sauerkraut riechen würde.

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 08.10.2009 15:12.