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konvers

Als konvers zueinander werden Prädikate (allgemein: Relationen) bezeichnet, die

– bei - zumindest an einer Stelle - verschiedener Zuordnung zu ihren jeweiligen Argumentstellen dieselben Argumente haben,
– die Beziehung zwischen zwei oder mehr Gegenständen genau dann zutreffend charakterisieren, wenn dies bei entsprechend anderer Argumentzuordung auch für das jeweils andere Prädikat bzw. die jeweils anderen Prädikate gilt.

Konvers zueinander sind etwa die Prädikate in diesen Satzpaaren bzw. diesem Satztripel:

1. Georg ist älter als Marie.
2. Marie ist jünger als Georg.

1. Der Fisch hat Jonas verschluckt.
2. Jonas ist von Georg dem Fisch verschluckt worden.

1. Der Schulleiter erteilte dem säumigen Lehrer einen Verweis.
2. Dem säumigen Lehrer wurde von dem Schulleiter ein Verweis erteilt.
3. Der säumige Lehrer bekam von dem Schulleiter einen Verweis erteilt.

Konversion - in diesem - prädikatenlogischen - Sinn ist nicht zu verwechseln mit Inversion, die keine Änderung der Zuordnung von Argumenten zu Argumentstellen, sondern eine Änderung der als Normalform geltenden linearen Abfolge sprachlicher Ausdrücke - meist Subjekt und Prädikatsausdruck - bezeichnet.

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 04.03.2009 14:19.