grammis 2.0

das grammatische informationssystem des instituts für deutsche sprache (ids)
Korpusgrammatik Grammatik in
Fragen und Antworten
Systematische
Grammatik
Grammatische
Fachbegriffe
Grammatisches
Wörterbuch
Grammatische
Bibliografie
[A]  [B]  [C]  [D]  [E]  [F]  [G]  [H]  [I]  [J]  [K]  [L]  [M]  [N]  [O]  [P]  [Q]  [R]  [S]  [T]  [U]  [V]  [W]  [X]  [Y]  [Z] 
 

[Impressum] [Datenschutzerklärung]

                                                                           
[Text im Vollbild]    [terminologische Relationen visualisieren]

Geltungsanspruch

Geltungsansprüche sind, was Sprecher oder Schreiber einbringen, wenn sie Feststellungen treffen oder Aufforderungen an jemanden richten, also Ansprüche auf Wahrheit oder Ansprüche auf Befolgung. Beansprucht wird, dass sich - im Fall einer Feststellung - die Dinge so verhalten oder - im Fall einer Aufforderung - vom Adressaten so zu realisieren sind, wie sie die vorgebrachte Proposition darstellt.

Zum Ausdruck gebracht werden Geltungsansprüche durch die reguläre - also nicht zitierende oder nur exemplifizierende - Äußerung von Sätzen im Aussage-Modus bzw.im Aufforderungsmodus.

Um einen Geltungsanspruch einzubringen, braucht es also stets zweierlei: eine in geeigneter Weise geformte Ausdruckseinheit und geeignete Verwendungsbedingungen. Wer allein im Wald still vor sich hin Aufforderungssätze äußert, hat deshalb ebenso wenig Geltungsansprüche eingebracht wie jemand, der gegenüber einem offenkundig des Deutschen nicht mächtigen Partner deutsche Aussagesätze oder Aufforderungssätze von sich gibt.

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 11.02.2009 13:59.