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Vollverb

Thematisch verwandte Bezeichnungen:

  • Hauptverb

Vollverben können im Unterschied zu Modalverben, Hilfsverben und Kopulaverben in ihrer finiten Form alleine den Prädikatsausdruck bilden. Sie sind damit die zentrale Kategorie für den Aufbau der Satzstruktur.

Sie eröffnen aufgrund ihrer Bedeutung Leerstellen für "Mitspieler" unterschiedlichen Typs (Valenz) und bedingen so Anzahl und Art der Komplemente. Sie bilden alleine oder zusammen mit Hilfs- und Modalverben die für die Linearstruktur des Deutschen wichtige Satzklammer. Die Stellung des finiten Verbs in der Linearstruktur spielt eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung des Satztyps.

In ihrer finiten Form werden Vollverben wie alle Verben nach Person, Numerus, Tempus, Modus und Genus verbi konjugiert. Vollverben lassen sich nach dem morphologischen Kriterium Präteritum- und Perfektbildung einteilen in starke Verben (singen - sang - gesungen) und schwache Verben (lachen - lachte - gelacht), nach Kriterien der Wortbildung in einfache (einteilige) (ich singe, ich lache), in solche mit festen Präfixen (ich erzähle, unterhalte, bespreche...) und in solche mit abtrennbarem Präverb (ich singe.... vor, ich lache .... aus), die auch ohne Beteiligung von Hilfs- und Modalverben Satzklammern bilden können.

Beispiele: gehen, lachen, besprechen, erwärmen, aufnehmen, totlachen, Rad fahren, bausparen...

Weiterführender Text:

Vollverb

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 06.11.2009 11:28.