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Satzklammer

Thematisch verwandte Bezeichnungen:

  • Satzrahmen
  • Verbalklammer

Die Satzklammer ist von zentraler Bedeutung für die topologische Grundstruktur des Satzes im Deutschen. Sie entsteht dadurch, dass sich in Sätzen mit Verberst- und Verbzweitstellung ein mehrteiliger Verbalkomplex aufspaltet und so eine Klammer um die übrigen Satzabschnitte bildet. Den linken Klammerteil bildet das finite Verb, den rechten ein infiniter Verbteil (Infinitiv, Partizip II, abtrennbares Präverb oder eine Kombination daraus). In Sätzen mit Verbletztstellung bildet der gesamte Verbalkomplex den rechten Klammerteil, den linken bildet ein nebensatzeinleitender Ausdruck (Subjunktor, W-Pronomen, Relativ-Element).

Der Satz wird durch die Satzklammer topologisch in Vorfeld, Mittelfeld und Nachfeld gegliedert. Vor dem Vorfeld können noch Einheiten des linken Außenfelds stehen.

- Vorfeld lSkl Mittelfeld rSkl Nachfeld
1. - Holst du mich um 12 Uhr ab heute?
2. Er hat mich um 12 Uhr abgeholt heute.
3. - ... dass er mich um 12 Uhr abholt -
4. - Mach mal ein bisschen schneller! - -
5. - Wäre sie doch bloß hier geblieben! -
6. Die Wüste lebt. - - -
7. - weil er heute nicht so gut spielt wie Tom.

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 15.04.2009 11:19.