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Modalverb

Thematisch verwandte Bezeichnungen:

  • modales Hilfsverb

Mit den Modalverben können, dürfen, sollen, müssen, wollen, mögen/möchte werden Sachverhaltsentwürfe auf der Folie von Redehintergründen modalisiert oder Handlunsgmodalitäten ausgedrückt. Zur Peripherie der Modalverben gehören (nicht) brauchen, haben zu, sein zu . Ihre Formbildung ist - historisch bedingt - in hohem Maße idiosynkratisch. Modalverben bilden als finite Verben zusammen mit einem infiniten Vollverb einen Verbalkomplex. Dabei transportieren sie den Valenzrahmen des Vollverbs weiter, haben also keinen eigenen. Modalverbähnliche Eigenschaften haben die "Halbmodale" (oder: Modalitätsverben) scheinen, drohen, pflegen, die nur mit zu-Infinitiv konstruiert werden.

Von Modalverben können keine Imperativformen gebildet werden. Das Partizip II eines Modalverbs wird in zusammengesetzten Tempusformen durch den Infinitiv Präsens ersetzt ("Ersatz-Infinitiv-Regel": Sie hat gehen müssen.)

andere Bezeichnungen und Zuordnungen: In der Klassifikation der Modalverbperipherie und der Halbmodale wird unterschiedlich verfahren.

Bestand: können, dürfen, sollen, müssen, wollen, mögen/möchte

Modalverben drücken in Kombination mit dem infiniten Vollverb modale Bedeutungsaspekte aus. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Modalitäten, die die einzelnen Modalverben zum Ausdruck bringen:

Modalverb Modalität
dürfen Erlaubnis, Vermutung
können Möglichkeit, Fähigkeit, Erlaubnis, Vermutung
mögen Wunsch, Vermutung
müssen Notwendigkeit, Vermutung
sollen Auftrag, Empfehlung, Eventualität, Vermutung
wollen Wille, Notwendigkeit

Weiterführender Text:

Modalverb

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 06.11.2009 11:32.