grammis 2.0

das grammatische informationssystem des instituts für deutsche sprache (ids)
                                                                                             
Korpusgrammatik Grammatik in
Fragen und Antworten
Systematische
Grammatik
Grammatische
Fachbegriffe
Grammatisches
Wörterbuch
Grammatische
Bibliografie
                                                                             
                                   
Ausdruckskategorien und Ausdrucksformen Syntagmatische Beziehungen Paradigmatische Beziehungen Kommunikativ-funktionale Sicht Ressource: KonnektorenDB

[Impressum] [Datenschutzerklärung]

                                                                           
Schlagwörter: Apposition Nominalphrase => Schlagwortwolke/Tag Cloud Vertiefung

Restriktive und nicht-restriktive Erweiterungen von Nominalphrasen

Restriktiv wirken Erweiterungen von Nominalphrasen, wenn die - mittels Attribut erreichte - Erweiterung zu einer Einschränkung dessen führt, was die nicht erweiterte Phrase bezeichnet:

das rote Tuch — unter den in Frage kommenden Tüchern dasjenige, das rot ist

ein Herz aus Gold — etwas, das sowohl ein Herz als auch aus Gold ist

Genitiv-Attribute sind ausnahmslos restriktiv:

Relativsätze hingegen können, je nach Verwendungskontext, als restriktiv oder nicht-restriktiv interpretiert werden:

der Tisch, der in der Mitte des Raumes steht

Allgemein gilt, dass ein Attribut dann restriktiv oder nicht-restriktiv wirkt, wenn es als N-Supplement fungiert. NP-Supplemente - etwa Appositionen - sind immer als nicht-restriktiv zu interpretieren, N-Komplemente - etwa dass-Sätze wiederum wirken weder restriktiv noch nicht-restriktiv.

Als nicht-restriktiv werden Erweiterungen von Nominalphrasen bezeichnet, mit denen - gewissermaßen en passant - Zusatzinformationen zum Gegenstand der Rede gegeben werden. Typische nicht-restriktive Erweiterungen sind Appositionen:

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 13.01.2017 14:10.