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Schlagwörter: Flexion Imperativ Indikativ Komparativ Verb => Schlagwortwolke/Tag Cloud Detailtext   Kompakttext

Der Verbmodus

Der Verbmodus ist, wie das Tempus, das Genus verbi, der Numerus und die Person, ein Gesichtspunkt , unter dem Flexionsformen von Verben variieren können. Im Verbund bestimmen diese Gesichtspunkte die jeweilige Gestalt finiter Verbformen.

Drei Modi sind zu unterscheiden: Imperativ, Indikativ und Konjunktiv.

Zu den Modi Indikativ und Konjunktiv finden sich grundsätzlich Verbformen in allen Zeitstufen (Tempora), in jedem Genus verbi, jedem Numerus und jeder Person, wenn es dabei auch zu Formen kommen kann, die in Schrift und Ton gleich sind.

Der Modus Imperativ hingegen ist in den Dimensionen Person und Tempus nicht (oder kaum) markiert, in der Dimension Genus verbi auf das Aktiv festgelegt. Nur die Dimension Numerus ist voll ausgebildet. Man kann daher Indikativ und Konjunktiv als Vollmodi, den Imperativ als Halbmodus bezeichnen.

Die Bedeutung der verschiedenen Verbmodi besteht in ihrem Beitrag zur Klarstellung

  • der Art der Ansprüche, die mit dem Gesagten verbunden werden (etwa, dass es so sein soll, bei Imperativ und Konjunktiv im Aufforderungs- bzw. Wunsch-Modus)
  • der Einordung des Gesagten vor dem Hintergrund gegebener Überzeugungen und Annahmen
  • der Übernahme von Verantwortung für die Richtigkeit des Gesagten, insbesondere bei der Anzeige von Indirektheit (er sagt das, und ich lasse offen, ob ich mich dem anschließe)

All dies ist jedoch nicht allein durch die Wahl eines bestimmten Verbmodus zu erreichen, sondern erst im Zusammenspiel mit weiteren Ausdrucksmitteln, die in Rechnung zu stellen sind, wenn ein Satz in einem bestimmten Modus formuliert oder interpretiert werden soll.

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 15.01.2002 12:09.