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Schlagwörter: Genitiv

Spezialstudie zur regionalen Verteilung

Starke Maskulina und Neutra können in der Standardsprache mehrere Genitivallomorphe zulassen (vgl. Das Phänomen). Dabei gibt es sowohl Lemmata, die nur eine Variante zulassen, als auch Lemmata mit mehrereren Varianten und ggf. einer Tendenz zu einem bestimmten Allomorph (vgl. Duden 2009, Muthmann 1994, Pfeffer/Morrison 1984 und Datenüberblick). Bei der Frage, welches Allomorph bei welchem Lemma am ehesten verwendet wird, fokussiert die bisherige Forschung "überregionale" Ergebnisse, und auch die Klärung der Frage, welcher Faktor einen wesentlichen Einfluss auf die Wahl nimmt, basiert auf Daten, die nicht nach Regionen differenziert sind. Zwar setzt der Begriff 'Standardsprache' in der Regel voraus, dass etwas überregional Verwendung findet (vgl. z. B. Bußmann 2002 und Was sind standarddeutsche Texte), dennoch ist es prinzipiell möglich, dass die Variation der Genitivallomorphe auch eine regionale Dimension hat.

Eine Umfokussierung vom Überregionalen auf das Regionale kann dies u. U. offenlegen. Hier wird mit Hilfe von Korpusstudien das regionale Vorkommen der Allomorphe -es und -s für unter bestimmten Kriterien ausgewählte Lemmata in Nordost, Südost (inklusive Österreich), Nordwest und Südwest (inklusive der Schweiz) erfasst. Die regionale Einteilung erfolgte nach den dialektgeografischen Darstellungen von König (2004) und Wiesinger (1983); vgl. Land und Region. Anschließend werden die Lemmata hinsichtlich verschiedener in der Forschung postulierter Faktoren untersucht und regional verglichen.

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 25.08.2017 14:16.