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[Text im Vollbild]

-schaft (Bereitschaft)

Art des Affixes: Suffix
Aussprache: Bereitschaft
Herkunft: ahd. scaf 'Art und Weise'.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Nomen
Genusfestlegung: Femininum.
Mögliche Basen: Adjektive, in der Regel einheimische departizipiale Derivate.
Beispiele: Bekanntschaft, Bereitschaft, Eigenschaft, Errungenschaft, Hinterlassenschaft, Schwangerschaft, Verwandtschaft.

Wenn junge Gorillas oder Schimpansen gekitzelt werden, bekommen sie ähnliche Kicheranfälle wie Kleinkinder. Lachen ist also keine typisch menschliche Eigenschaft, wie ein deutsch-amerikanisches Forscherteam in einer Studie mit Primaten- und Menschenkindern herausgefunden hat.
(Braunschweiger Zeitung, 05.06.2009)

Mit der Vorliebe für Fleisch haben die Paviane eine weitere zweifelhafte Errungenschaft der menschlichen Zivilisation für sich entdeckt: organisierte Kriminalität. Affen zu füttern sei immer falsch, sagt O'Riain. »Ein Pavian gäbe niemals freiwillig Essen her. Wenn er von einem Menschen etwas bekommt, interpretiert er das als Geste der Unterwerfung.«
(Die Zeit, 08.01.2009)

Produktivität: den bundesdeutschen Zivilisationsflüchtlingen, die sich nach der Urerfahrung rustikaler Bescheidenschaft sehnen (TAZ 12.11.1988: 12).
Bedeutung: Das Suffix macht Adjektive syntaktisch als Nomina nutzbar; bezeichnet werden Eigenschaften: Wem man Bereitschaft nachsagt, der ist bereit. Daraus entwickeln sich Bezeichnungen für Personen und Sachen: Meine Verwandtschaft ist eine Gruppe von Personen, die mit mir verwandt ist.
Komplementäre/konkurrierende Affixe: -anz, z.B. Eleganz.
-e, z.B. Tiefe.
-enz, z.B. Frequenz.
-esse, z.B. Akkuratesse.
-heit, z.B. Schönheit.
-ie, z.B. Analogie, Apathie.
-ion, z.B. Abstraktion.
-ität, z.B. Authentizität, Naivität.
-keit, z.B. Heiterkeit.
-nis, z.B. Finsternis.
-sal, z.B. Trübsal.
-tum, z.B. Reichtum.

Weiterführender Text:

  - Explizite Nomenderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 26.10.2011 13:47.