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[Text im Vollbild]

-sal (Trübsal)

Art des Affixes: Suffix
Aussprache: Trübsal
Herkunft: mhd. -sal, z.B. labesal.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Nomen
Genusfestlegung: Femininum.
Mögliche Basen: Adjektive.
Beispiele: Trübsal, Wirrsal.

Jetzt in ganz Deutschland – rezeptfreie Antidepressiva! Dieser Satz und dazu das Bild eines schnittigen Sportwagens. So stand’s auf einem Werbeplakat. Verlockend: Hochgefühl beim Autofahren, bewundert im flotten Cabrio – wer wollte da Trübsal blasen?
(Braunschweiger Zeitung, 05.01.2009)

Produktivität: Die Bildungen sind etabliert; offenbar ist die Möglichkeit, aus Adjektiven und dem Suffix Nomina zu bilden, gegenwartssprachlich nicht mehr präsent.
Bedeutung: Das Suffix macht Adjektive syntaktisch als Nomina nutzbar: Wer Trübsal bläst, ist trübe.
Komplementäre/konkurrierende Affixe: -anz, z.B. Eleganz.
-e, z.B. Tiefe.
-enz, z.B. Frequenz.
-esse, z.B. Akkuratesse.
-heit, z.B. Schönheit.
-ie, z.B. Analogie, Apathie.
-ion, z.B. Abstraktion.
-ität, z.B. Authentizität, Naivität.
-keit, z.B. Heiterkeit.
-nis, z.B. Finsternis.
-schaft, z.B. Bereitschaft.
-tum, z.B. Reichtum.

Weiterführender Text:

  - Explizite Nomenderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 26.10.2011 13:03.