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[Text im Vollbild]

retro- (Retromode)

Art des Affixes: Präfix
Aussprache: Retromode
Herkunft: lat. retro 'zurück, rückwärst'.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Nomen
Mögliche Basen: Nomina.
Beispiele: Retromode, Retrofaschismus.

Natürlich könnte man sich dem Trend zur Digitalisierung und Verflachung verweigern, doch wehe, es kommt Besuch in die Wohnung: Er wird mich mitleidig als hoffnungslos zurückgebliebenen TV-Dinosaurier belächeln. Denn irgendwie funktioniert das bei technischen Geräten mit der Retromode nicht so. Keiner will wirklich das Wählscheibentelefon zurück und keiner die Schreibmaschine.
(Nürnberger Zeitung, 21.11.2009)

Produktivität: Hinweg mit all dem Retro-Mist, goodbye Nostalgie (TAZ 17.12.1994: 36), nur noch Aufgüsse und Retrobewegungen, Revivals (TAZ 19.5.1995: 23), Batik bedeutet für sie keine Retroästhetik der Hippie-Ära (ZEIT 28.2.1997: 73), Hinter ihrem Einrichtungsstil stehe auch der Wunsch, so zu leben, wie man es damals als ideal empfunden hätte, glaubt der Schwabe Thomas, der sich konsequent mit spätem Sechziger-Jahre-Retrodesign umgibt (Spiegel 23/2001: 59).
Bedeutung: Das Präfix bestimmt die Basis näher hinsichtlich einer zeitlichen Rückwärtsgewandtheit: Retrodesign ist das wiederbelebte Design von gestern.

Weiterführender Text:

  - Explizite Nomenderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 26.10.2011 12:31.