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[Text im Vollbild]

non- (nonverbal)

Art des Affixes: Präfix
Aussprache: nonverbal
Herkunft: lat. non 'nicht'.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Adjektiv
Mögliche Basen: Adjektive, in der Regel Entlehnungen und Lehnwortbildungsprodukte.
Beispiele: nonexistent, nonformal, nonkommerziell, nonkonform, nonverbal.

Die Schulgründung ist eine ehrgeizige Idee Marcello Eusepis, der irgendwann nicht mehr einsah, dass sein Sohn Zeno jeden Tag anderthalb Stunden im Bus quer durch die Stadt fährt, und das für zweihundert Euro Busgeld monatlich, nur damit er an eine Schule gehen kann, an der er nonkommerziell zweisprachig unterrichtet wird.
(die tageszeitung, 14.07.2007)

Auch in früheren Zeiten wurde bei einem offiziellen Essen oder Bankett nicht „Guten Appetit!“ gesagt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Das Signal zum Essensbeginn ist nonverbal, indem traditionell die Gastgeberin – auch wenn ein Paar einlädt – oder der Gastgeber – wenn ein Mann allein Einladender ist – zum Besteck greift und zum Beispiel aufmunternd in die Runde schaut.
(Braunschweiger Zeitung, 18.06.2009)

Produktivität: so etwas wie ein nonchristlicher, aber religiöser Liebeskreuzzug (TAZ 22.11.1997: 4).
Bedeutung: Das Präfix dient der Negation: Wer sich nonverbal verständigt, verständigt sich nicht verbal.
Stilistische Markierung: Fach- und bildungssprachlich.
Komplementäre/konkurrierende Affixe: -a, z.B. ahistorisch.
de-, z.B. destabil.
in-, z.B. inaktiv.
miss-, z.B. missvergnügt.
pseudo-, z.B. pseudoliberal.
un-, z.B. unsozial.

Weiterführender Text:

  - Explizite Adjektivderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 21.09.2011 12:15.