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[Text im Vollbild]

mono- (monosozial)

Art des Affixes: Präfix
Aussprache: monosozial
Herkunft: griech. monos 'einzig, allein'.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Adjektiv
Mögliche Basen: Adjektive, in der Regel denominale Derivate.
Beispiele: monofunktional, monogeschlechtlich, monokulturell, monolingual, monosozial.

Wer einen Fotografen in Berlin testen will, gebe ihm den Auftrag, ein "schönes" Foto vom Kulturforum zu machen. Die Gefahr, dass hier auch der Beste scheitert, ist groß. Zu weit ist das Gelände, zu monofunktional die Zusammenballung von Kulturinstitutionen zwischen Philharmonie und Nationalgalerie. Elefantenfriedhof berühmter Architekten nannte Senatsbaudirektor Hans Stimmann den Ort kürzlich wenig zartfühlend.
(Berliner Zeitung, 21.08.2004)

«Der Anbau von Kakao ist immer stärker monokulturell geprägt», sagte Paul Hadley von der britischen Universität Reading (…). Dadurch könnten sich Krankheiten schneller ausbreiten. Auch werde immer mehr in trockenen Regionen angebaut, was die Kakaobäume zusätzlich unter Stress setze.
(dpa, 07.04.2009)

Bedeutung: Das Präfix bestimmt meist nicht das präfigierte Adjektiv semantisch näher, sondern das Nomen, das im Adjektiv steckt: Monothematische Musikstücke haben nur ein Thema.
Stilistische Markierung: Fach- und bildungssprachlich.

Weiterführender Text:

  - Explizite Adjektivderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 21.09.2011 11:05.