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[Text im Vollbild]

mega- (megagemein)

Art des Affixes: Präfix
Aussprache: megagemein
Herkunft: griech. megas 'groß'.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Adjektiv
Mögliche Basen: Adjektive.
Beispiele: megagemein, mega-in, mega-out, megaschnell.

Im nächsten Geschäft kollektives Kopfschütteln. Ein ausgewaschenes „Iron-Maiden“-Shirt, dessen Vorläufer der Autor dieser Zeilen zum Missfallen der Eltern früher selbst trug, hängt zwischen Diesel und Dolce & Gabbana. „Dieser Kaputt-Look ist gerade mega-in“, klärt ein Verkäufer auf. Wenn das Mutti wüsste!
(Nürnberger Zeitung, 07.06.2008)

Wandern am Wandertag, um der Klasse ein Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln und um die Natur gemeinsam zu erleben, ist offenbar überhaupt nicht „cool“ und „mega-out“. Da wird lieber mit dem Bus in einen Fun-Park gefahren.
(Nürnberger Zeitung, 25.07.2007)

Bedeutung: Das Präfix dient der Hervorhebung: Ein megagemeines Mädchen ist aus allen gemeinen Mädchen durch seine besondere Gemeinheit hervorgehoben.
Komplementäre/konkurrierende Affixe: erz-, z.B. erzkonservativ.
-issimo, z.B. realissimo.
hyper-, z.B. hypergemein.
supra-, z.B. suprasurreal.
ultra-, z.B. ultrakonservativ.
ur-, z.B. urkomisch.

Weiterführender Text:

  - Explizite Adjektivderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 21.09.2011 10:26.