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[Text im Vollbild]

ko- (Koautor)

Art des Affixes: Präfix
Alternative Schreibweise: co-
Aussprache: Koautor
Affixvarianten: Kon-, z.B. Konrektor.
Herkunft: lat. con-, com- 'mit-, zusammen-', z.B. com-militium.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Nomen
Mögliche Basen: Nomina, vor allem Entlehnungen und Lehnwortbildungsprodukte.
Beispiele: Koautor, Koexistenz, Koproduktion, Konrektor.

Was wir Raucher uns seit der drastischen Einschränkung unseres Bewegungsfreiraums fragen, ist Folgendes: Woher kommt die plötzliche Beziehungskrise mit unseren rauchfreien Mitmenschen nach langen Jahrhunderten der (mehr oder minder) friedlichen Koexistenz?
(die tageszeitung, 23.02.2008)

Heute läuft „Sesame Street“ in mehr als 140 Ländern. Längst gibt es adaptierte Versionen auch in China sowie, politisch nicht weniger interessant, in einer israelisch-palästinensischen Koproduktion.
(Die Rheinpfalz, 03.11.2009)

(…) „Ein Mann, ein Fjord“ (…). Der Film ist ein wilder Ritt durch das skurrile Kerkeling-Universum, irgendwo zwischen Mietswohnung im Rheinland und dem Traum vom großen Glück. Dafür tritt Kerkeling, der auch Koautor des Drehbuchs ist, im Film in gleich drei verschiedenen Rollen.
(Hannoversche Allgemeine, 17.01.2009)

Produktivität: Die gemeinsame Evolution, die Co-Evolution, von Huftieren und Raubtieren (MENSCH: 61), eine Situation, die Suchtforscher als eine Form der Koabhängigkeit bezeichnen würden (TAZ 5.9.1997: 15).
Bedeutung: Das Präfix bestimmt die Basis semantisch näher; es bezeichnet ein Miteinander: Ein Koautor ist ein Autor mit einem anderen zusammen; eine Koproduktion ist eine gemeinsame Produktion verschiedener Produzenten.

Weiterführender Text:

  - Explizite Nomenderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 17.08.2011 10:22.