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[Text im Vollbild]

-in (Freiin)

Art des Affixes: Suffix
Aussprache: Freiin
Herkunft: mhd. -inne, -in, z.B. meierinne.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Nomen
Genusfestlegung: Femininum.
Mögliche Basen: Adjektive.
Beispiele: Freiin, Gesandtin, Oberin.

Alice Irmgard Faehndrich Freiin von Nordeck zur Rabenau war ratlos: Das Gartenhaus ihrer Villa mit traumhaftem Meerblick hatte sie dem jungen Dichter herrichten (…) lassen. Doch nun nörgelte die Edelfeder: „Diese Ausflügler, endlos ihr Strom und ewig lärmend! Einige Hundert waren es und lösten im Jahre 1907 offenbar akute Wortfindungsstörungen bei Rainer Maria Rilke aus.
(Hannoversche Allgemeine, 01.08.2009)

Produktivität: Die Derivate sind etabliert. Das Muster ist offenbar heute nicht mehr präsent.
Bedeutung: Das Suffix bezeichnet eine weibliche Person, die durch die in der Basis genannte Eigenschaft semantisch näher bestimmt wird: Eine Gesandtin ist eine weibliche Person, die gesandt ist.
Komplementäre/konkurrierende Affixe: -ant, z.B. Obskurant.
-bold, z.B. Trunkenbold.
-chen, z.B. Sensibelchen.
-erich, z.B. Robusterich.
-i, z.B. Blondi.
-ine, z.B. Blondine.
-issimus, z.B. Normalissimus.
-ist, z.B. Fundamentalist.
-ling, z.B. Schönling.
-nik, z.B. Kaputtnik.
-o, z.B. Realo.
-ski, z.B. Radikalinski.

Weiterführender Text:

  - Wortbildungsprodukte, die Personen bezeichnen

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 15.12.2011 13:18.