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-itis (Unterbrechitis)

Art des Affixes: Suffix
Aussprache: Unterbrechitis
Herkunft: griech. -itis. Es handelt sich um ein Adjektivsuffix zur Bezeichnung der Zugehörigkeit.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Nomen
Genusfestlegung: Femininum.
Mögliche Basen: Verben, Präverbfügungen und Verbphrasen.
Beispiele: Heulitis, Unterbrechitis.
Produktivität: In Landaus höchstem Verwaltungsorgan herrscht die akute Einweiheritis (MANNHEIMER MORGEN 4.7.1989), Selbstbedienitis (TAZ26.8.1989: 18), führt van veen brutal die zweifellos unrühmlichsten Errungenschaften linken Kulturtreibens zusammen, Kabarett, Liedermachertum und Zirkusgutfinderitis (TAZ 15.4.1995: 31).
Bedeutung: Das Suffix bezeichnet eine (entzündliche) Erkrankung und wurde zunächst fachsprachlich verwendet, z.B. in Bronchitis, Neuritis, Nephritis. Daraus entwickelte sich, dass das Suffix standardsprachlich auch eine krankhafte Übertreibung bezeichnet, die durch die von der Basis genannte Tätigkeit semantisch näher bestimmt wird: Eine Unterbrechitis hat, wer übertreibend oft unterbricht.
Spezialliteratur: Feine, Angelika (2003); Nortmeyer, Isolde (1987)

Weiterführender Text:

  - Explizite Nomenderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 18.01.2012 14:15.