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[Text im Vollbild]

-istan (Islamistan)

Art des Affixes: Suffix
Aussprache: Islamistan
Herkunft: Das Suffix ist aus geografischen Namen wie Kurdistan gelöst.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Nomen
Genusfestlegung: Neutrum.
Mögliche Basen: Nomina.
Beispiele: Barbaristan, Berlinistan, Blairistan, Chaotistan, Döneristan, Islamistan, Schurkistan.

Im Polizeirevier an der Lokmaci Caddesi steht ein Beamter am Fenster und späht hinaus wie in Feindesland; Atatürk schaut ihm besorgt über den Rücken. Wenn es in Istanbul ein autonomes Islamistan gibt, so ist es dieses Viertel.
(die tageszeitung, 09.11.2007)

Produktivität: Berlin wird wegen seines Reichtums an Baustellen zu "Kranistan" erklärt (TAZ 12.8.1995: 40), Auf ihrem Schirm boxen zwei animierte Trick-Mäuse um die Meisterschaft von Käsistan. (BERLINER ZEITUNG: 14.1.2000: 18).
Morphologische Besonderheiten: Bei Basen , die auf -e auslauten (z.B. Käse), wird der Vokal im Auslaut getilgt, z.B. Käsistan, Schurkistan.
Bedeutung: Das Suffix bezeichnet ein Land, das durch das in der Basis Bezeichnete semantisch näher bestimmt wird: Islamistan ist ein Land, in dem der Islam herrscht.
Komplementäre/konkurrierende Affixe: -ien, z.B. Volkswagien.

Weiterführender Text:

  - Explizite Nomenderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 15.12.2011 13:43.