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[Text im Vollbild]

-ibel (konvertibel)

Art des Affixes: Suffix
Aussprache: konvertibel
Herkunft: lat.-ibilis, z.B. horribilis, franz. -ible, z.B. horrible.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Adjektiv
Mögliche Basen: Konfixe, die auch Verben bilden, z.B. konvert- in konvertieren.
Beispiele: disponibel, explosibel, fungibel, konvertibel.
Produktivität: Fuhrhop (1998: 128) meint, -ibel sei "im Deutschen kein Suffix; die Bildungen stehen relativ isoliert", vgl. vor allem Adjektivderivate wie plausibel. Offenbar ist -ibel aber als Suffix präsent; es hat allerdings eine überlegene Konkurrenz in -abel.
Morphologische Besonderheiten: Die Basiskonfixe sind mitunter nicht die zur Verbbildung herangezogenen, sondern deren historisch bedingte Varianten, z.B. explos-/explod- in Explosion, explosibel, explodieren.
Bedeutung: Das Suffix macht Konfixe syntaktisch als Adjektive nutzbar. Die Derivate drücken aus, dass das von der Basis Bezeichnete getan werden kann: Ein konvertibles Zeichen ist ein Zeichen, das konvertiert werden kann.
Komplementäre/konkurrierende Affixe: -abel, z.B. diskutabel.
-bar, z.B. biegbar.
-lich, z.B. löslich.
-sam, z.B. biegsam.
Spezialliteratur: Becher, Ilse (1983)

Weiterführender Text:

  - Explizite Adjektivderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 12.01.2012 16:51.