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[Text im Vollbild]

-haft (elfenhaft)

Art des Affixes: Suffix
Aussprache: feenhaft
Herkunft: ahd., mhd. haft 'gefesselt', 'gebunden'.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Adjektiv
Mögliche Basen: Nomina.
Beispiele: alptraumhaft, backfischhaft, damenhaft, elfenhaft, gönnerhaft, laienhaft, lehrbuchhaft, romanhaft.

Was die Modezaren bei der Fashion Week in New York auf den Laufsteg schickten, war betörend damenhaft, verspielt mit steifen Rüschen und Tüll, aber immer tragbar. Freie Schultern, kurze Röcke und superhohe Hacken bleiben angesagt.
(Rhein-Zeitung, 09.10.2009)

Als Herr Maier in die Küche kommt, sagt er gönnerhaft lächelnd zu seiner Frau: "Aber Herzilein, an deinem Geburtstag brauchst du doch nicht abzuwaschen – mach es morgen!"
(Niederösterreichische Nachrichten, 09.02.2009)

Produktivität: berlinisch bulettenhafte Selbstgefälligkeit (SPIEGEL 26/1993: 207).
Bedeutung: Die Adjektivderivate drücken zum einen in Nominalphrasen wie ein hünenhafter Kerl aus, dass das vom Nomen Bezeichnete vergleichbar ist mit dem von der Basis Bezeichneten: Ein hünenhafter Kerl ist ein Kerl wie ein Hüne. Zum anderen wird in Nominalphrasen wie eine dünkelhafte Kollegin ausgesagt, dass das vom Nomen Bezeichnete das von der Adjektivbasis Bezeichnete hat: Eine dünkelhafte Kollegin ist eine Kollegin mit Dünkeln.
Komplementäre/konkurrierende Affixe: -esk, z.B. clownesk.
-in, z.B. kristallin.
-isch, z.B. kindisch.
-lich, z.B. ängstlich.

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 03.06.2011 13:31.