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[Text im Vollbild]

ge-...-e (Gestänge)

Art des Affixes: Zirkumfix
Aussprache: Gestänge
Herkunft: ahd./mhd. ge-...-e, z.B. geluste.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Nomen
Genusfestlegung: Neutrum.
Mögliche Basen: Nomina, in der Regel einheimische.
Beispiele: Gelände, Gestänge.
Produktivität: Die Möglichkeit mit dem Zirkumfix Kollektiva zu bilden, ist offenbar gegenwartssprachlich nicht präsent.
Morphologische Besonderheiten: Nicht hierher gehören sprachhistorisch relativ alte nomina actionis wie Getratsch, Gezänk und Kollektiva wie Geäst, Gebüsch, Gefieder, Gestüt, Gewölk, Gewitter; Bildungen dieses Typs sind keine Zirkumfigierungen, sondern, wie Olsen (1991) zeigt, auf eine ahd. Flexionseigenart zurückzuführen, also überhaupt nicht durch Wortbildung entstanden.
Bedeutung: Das Zirkumfix bestimmt die Basis semantisch näher; es entstehen Kollektiva: Ein Gestänge ist ein Arrangement von Stangen, z.B. im Gestänge des welken Schiffs (Guggenheim 1978: 15).
Komplementäre/konkurrierende Affixe: -aille, z.B. Diplomaille.
-arium, z.B. Instrumentarium.
-ar, z.B. Glossar.
-ei, z.B. Datei.
-heit, z.B. Menschheit.
-ie, z.B. Maschinerie.
-ität, z.B. Admiralität.
-schaft, z.B. Bruderschaft.
-tum, z.B. Bürgertum.
-ung, z.B. Waldung.
-ur, z.B. Tastatur.
Spezialliteratur: Olsen, Susan (1991)

Weiterführender Text:

  -  Zirkumfix

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 12.01.2012 16:34.