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[Text im Vollbild]

ehe

Wortart: Konnektor
Alternative Schreibweise: eh'
Aussprache: ehe
Syntaktische Subklasse: Subjunktor
Beispiele: Schümers Buch ist in Druck gegangen, ehe die diesjährige emotional-moralische Eruption der Massen und der Medien stattgefunden hat. [Berliner Zeitung, 14.10.1997, o. S.]
Intendant Wein fungiert diesmal, ehe er zum Glöckchen griff, als Zeitungsjunge, [...]. [Berliner Zeitung, 02.12.1997, S. 16]
Ehe er und Viola den Kaukasus erreichen, reisen sie einmal um den Erdball. [Berliner Zeitung, 10.10.1997, S. 6]
Stellung: vor dem internen Konnekt
Reihenfolge der Konnekte: internes Konnekt anteponiert, postponiert oder eingeschoben
Ehe man ihn einbalsamierte, wurde das Gehirn entfernt.
Ihm wurde das Gehirn entfernt, ehe man ihn einbalsamierte.
Ihm wurde, ehe man ihn einbalsamierte, das Gehirn entfernt.
Besonderes Format der Konnekte: internes Konnekt Verbletztsatz
Korrelatkonstruktion mit da bei Linksverschiebung der Subjunktorphrase: Ehe er richtig zu sich kam, da verlangte er schon wieder nach einer Zigarette.
Subjunktorphrase in Attributfunktion:
Am Tag, ehe die Titanic unterging, erreichte das Schiff das Eismeer.
Semantische Klasse: temporal
Bedeutung: Ehe markiert den im internen Konnekt bezeichneten Sachverhalt als zeitlich auf das im externen Bezeichneten folgend.

Weiterführende Texte:

  - Subjunktoren
  - Subjunktorphrasen als Supplemente
  - Redundante Negation

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 29.09.2004 16:11.