grammis 2.0

das grammatische informationssystem des instituts fur deutsche sprache (ids)
Korpusgrammatik Grammatik in
Fragen und Antworten
Systematische
Grammatik
Grammatische
Fachbegriffe
Grammatisches
Wörterbuch
Grammatische
Bibliografie
[A]  [B]  [C]  [D]  [E]  [F]  [G]  [H]  [I]  [J]  [K]  [L]  [M]  [N]  [O]  [P]  [Q]  [R]  [S]  [T]  [U]  [V]  [W]  [X]  [Y]  [Z] 
 

[Impressum] [Datenschutzerklarung]

                                                                           
[Text im Vollbild]

-enz (Absenz)

Art des Affixes: Suffix
Aussprache: Absenz
Herkunft: lat. -entia, z.B. innocentia, franz. -ence, z.B. innocence.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Nomen
Genusfestlegung: Femininum.
Mögliche Basen: Konfixe, die auch Verben oder Adjektive bilden, z.B. konkurr- in konkurrieren und renit- in renitent.
Beispiele: Absenz, Abstinenz, Assistenz, Differenz, Frequenz, Indolenz, Kompetenz, Konferenz, Konkurrenz, Prominenz, Renitenz, Tendenz.

Bei Leerverkäufen veräußern Händler Aktien, die sie nur geliehen haben. Wenn die Kurse gefallen sind, kaufen sie die Titel zurück und verdienen an der Differenz abzüglich der Leihgebühr.
(dpa, 02.10.2008)

Gesucht wird also: ein überparteilicher Kandidat, der nicht nur von der großen Koalition akzeptiert wird, ohne deren Spielball zu sein, sondern auch mit den Bahn-Gewerkschaften umzugehen weiß, der die täglich mehr als fünf Millionen Fahrgäste der Bahn nicht als Dauer-Meckerer empfindet, den Datenskandal aufklärt und zudem noch die Kompetenz mitbringt, ein weltweites Logistikunternehmen mit 220 000 Mitarbeitern durch die Wirtschaftskrise zu führen. Traumjobs klingen anders.
(dpa, 30.03.2009)

Das geistliche Oberhaupt der Tibeter war zu einer Friedenskonferenz eingeladen worden, die vor dem ersten Länderspiel in einem der WM-Stadien an diesem Samstag stattfinden sollte. Nach weltweiten Protesten über die Entscheidung Südafrikas, dem Dalai Lama kein Visum zu gewähren, war die ganze Konferenz abgesagt worden.
(dpa, 27.03.2009)

In Brasilien müssen trotz rückläufiger Tendenz immer noch 4,5 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten. Das geht aus einer Studie für 2008 vor, die das nationale Statistikamt (IGBE) am Freitag in Rio de Janeiro vorstellte.
(dpa, 18.09.2009)

Morphologische Besonderheiten:
Bedeutung: Das Suffix macht Konfixe syntaktisch als Nomina nutzbar. Bezeichnet wird bei Konfixbasen, die Verben bilden können, eine Tätigkeit, bei Konfixbasen, die Adjektive bilden können, eine Eigenschaft: Jemandes Assistenz, sofern er eine Person ist, assistiert bzw. ist eine Assistenz das Assistieren. Die Frequenz eines Wortes besagt, wie frequent ein Wort ist.
Komplementäre/konkurrierende Affixe: -age, z.B. Sabotage.
-anz, z.B. Eleganz.
-e, z.B. Lüge.
-ei, z.B. Nörgelei.
-esse, z.B. Akkuratesse.
ge-...-e, z.B. Gesinge.
-heit, z.B. Schönheit.
-ie, z.B. Analogie.
-ing, z.B. Jogging.
-ion, z.B. Abstraktion, Demonstration.
-ität, z.B. Authentizität, Naivität.
-keit, z.B. Heiterkeit.
-nis, z.B. Besäufnis, Finsternis.
-sal, z.B. Mühsal, Trübsal.
-schaft, z.B. Bereitschaft, Wanderschaft.
-t, z.B. Fahrt.
-tum, z.B. Irrtum, Reichtum.
-ung, z.B. Verlobung.
-ur, z.B. Rasur.

Weiterführender Text:

  - Explizite Nomenderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 25.05.2011 09:34.