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[Text im Vollbild]

-el (Deckel)

Art des Affixes: Suffix
Aussprache: Deckel
Herkunft: spätmhd. -el, z.B. deckel.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Nomen
Genusfestlegung: Maskulinum.
Mögliche Basen: Verben, in der Regel einheimische.
Beispiele: Hebel, Deckel, Pickel, Stössel.

Die ausgemergelte Hand ergreift die Klappe des Abfallbehälters. Er schaut hinein, lässt den Deckel mit enttäuschtem Gesicht wieder fallen und schlurft weiter.
(die tageszeitung, 05.01.2009)

Produktivität: Deverbale Derivate mit -el sind selten und etabliert. Das Muster ist heute offenbar nicht mehr präsent.
Bedeutung: Es werden nomina agentis gebildet. Das Suffix bezeichnet eine Sache, die von der durch die Basis genannte Tätigkeit näher bestimmt wird: Ein Hebel ist ein Gegenstand, der etwas hebt; ein Deckel deckt. Anthropozentrisch könnte man auch sagen: Ein Hebel ist ein Gegenstand, mit dem etwas gehoben werden kann, mit dem jemand etwas hebt. So paraphrasierte Wortbildungsprodukte werden nomina instrumenti genannt.
Komplementäre/konkurrierende Affixe: -and, z.B. Habilitand.
-ant, z.B. Informant, Lieferant.
-at, z.B. Kandidat.
-bold, z.B. Raufbold.
-e, z.B. Leuchte.
-ent, z.B. Produzent.
-er, z.B. Lehrer.
-erich, z.B. Schnatterich.
-eur, z.B. Kollaborateur.
-euse, z.B. Chauffeuse.
-i, z.B. Brummi.
-ling, z.B. Keimling.
-or, z.B. Inspirator.
-sal, z.B. Rinnsal.
-sel, z.B. Gerinnsel .

Weiterführender Text:

  - Explizite Nomenderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 26.04.2011 14:01.