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[Text im Vollbild]

-bold (Trunkenbold)

Art des Affixes: Suffix
Aussprache: Trunkenbold
Herkunft: Das Suffix wurde gelöst aus Eigennamen wie Dietbold.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Nomen
Genusfestlegung: Maskulinum.
Mögliche Basen: Adjektive.
Beispiele: Dumpfbold, Trunkenbold, Übelbold.

Die ägyptische Polizei hat am Mittwoch im Flughafen von Kairo einen betrunkenen Russen "eingefangen", weil dieser nackt durch das Gebäude getobt war. (…). Die Polizisten wurden erst auf ihn aufmerksam, als sich entsetzt schreiende Schaulustige um den fröhlich randalierenden Trunkenbold herum gruppierten. Schnell bedeckten die Polizisten den Körper des nackten Mannes mit einem Stück Stoff.
(dpa, 21.01.2009)

Produktivität: als Unsicherbold, der sich schon ertappt fühlt, wenn er ein Verbotsschild nur sieht (TAZ 29.4.1996: 17).
Bedeutung: Das Suffix bezeichnet eine Person, die durch die in der Basis genannte Eigenschaft semantisch näher bestimmt wird: Ein Dumpfbold ist eine dumpfe Person.
Komplementäre/konkurrierende Affixe: -ant, z.B. Obskurant.
-chen, z.B. Sensibelchen.
-erich, z.B. Robusterich.
-i, z.B. Blondi, Sponti.
-in, z.B. Oberin.
-ine, z.B. Blondine.
-issimus, z.B. Normalissimus.
-ist, z.B. Fundamentalist.
-ling, z.B. Schönling.
-nik, z.B. Kaputtnik.
-o, z.B. Realo.
-ski, z.B. Radikalinski.

Weiterführender Text:

  - Wortbildungsprodukte, die Personen bezeichnen

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 26.04.2011 10:11.