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[Text im Vollbild]

-ade (Robinsonade)

Art des Affixes: Suffix
Aussprache: Robinsonade
Herkunft: franz. -ade, z.B. promenade.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Nomen
Genusfestlegung: Femininum.
Mögliche Basen: Nomina, und zwar vor allem Eigen-, mitunter auch geografische Namen, z.B. in Antiberlinade (TAZ 7.11.1990: 25), selten auch Appellativa, z.B. in Chamäleonade.
Beispiele: Chamäleonade, Championade, Harlekinade, Robinsonade.

Es wird eine Robinsonade über ein idealisiertes Landleben entwickelt, indem die Menschen, drapiert in folkloristischen Gewändern, in gemütlichem Einverständnis mit der Natur leben.
(Die Tageszeitung, 21.03.2007)
Produktivität: Die Kombination mit Eigennamen ist unbegrenzt, Okkasionalismen sind daher häufig, vgl. das Ende der deutschen Clintonade "Gerd & Hillu" (TAZ 16.4.1997: 10).
Bedeutung: Das Suffix bezeichnet besonders in Verbindung mit Eigennamen künstlerische Produkte, die wie das von der Basis Bezeichnete sind: Eine Robinsonade ist ein Abenteuerroman im Stil des Romans "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe.

Weiterführender Text:

  - Explizite Nomenderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 17.02.2011 14:07.