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[Text im Vollbild]

-abel (akzeptabel)

Art des Affixes: Suffix
Aussprache: akzeptabel
Herkunft: lat.-abil(is), z.B. mutabilis, franz. -able, z.B. respectable.
Wortart des Wortbildungsprodukts: Adjektiv
Mögliche Basen: Konfixe, die auch Verben bilden, z.B. akzept- in akzeptieren, selten auch einheimische Verbstämme, z.B. spend-.
Beispiele: akzeptabel, diskutabel, praktikabel, reparabel, respektabel, spendabel, tolerabel, zitabel

Die Gewerkschaft der Polizei sekundiert: Die neue Scanner-Technologie verletze die Menschenrechte nicht, sondern sei akzeptabel – sie müsse den Bürgern schlicht erläutert werden.
(Mannheimer Morgen, 04.01.2010)

„Schäden am Finanzsystem sind reparabel – die Folgen der globalen Erwärmung und des Verlusts der Biodiversität sind hingegen unumkehrbar.”
(Die Tageszeitung, 27.04.2009)
.
Bedeutung: Die Wortbildungsprodukte sind überwiegend passivisch zu lesen: Ein akzeptabler Vorschlag ist ein Vorschlag, der akzeptiert werden kann. Daneben gibt es eine aktivische Lesart: Ein spendabler Vater ist ein Vater, der (mehr oder minder gerne) spendiert.
Komplementäre/konkurrierende Affixe: -bar, z.B. biegbar.
-ibel, z.B. konvertibel.
-lich, z.B. löslich.
-sam, z.B. biegsam.
Spezialliteratur: Russ, Charles V. J. (2005)

Weiterführender Text:

  - Explizite Adjektivderivate

© IDS Mannheim. Zuletzt geändert am 12.01.2012 15:59.